Blog-Beiträge, Corona-Pandemie, Geldpolitik, Inflation, Konjunktur, Prof. Dr. Joachim Starbatty, Staatsverschuldung

von Prof. Dr. Joachim Starbatty

 

Welche Wege führen aus der erdrückenden Staatsverschuldung, die durch die pandemie-induzierte Wirtschaftskrise nun noch verstärkt wird? Sparen, Staatskonkurs oder Inflation, sagt Joachim Starbatty, und hält die dritte Alternative für die wahrscheinlichste.

 

In den Monaten bis zur Wiedervereinigung ging vor 30 Jahren das Wort um: „Wir leben in einer Zeit, in der das Wort im Munde veraltet.“ Der DDR-Wirtschaft war von heute auf morgen der Stecker gezogen worden. Jede Prognose war veraltet, kaum dass sie publiziert worden war. Auch im Zuge der Corona-Krise wurde der Stecker gezogen, sogar weltweit, um die jeweiligen Populationen vor dem Coronavirus zu schützen. Wie lange kann unsere Wirtschaft das aushalten? Springt der Motor nach dem Shutdown wieder an? Unerwartete Ereignisse und politische Entscheidungen lassen erneut jede Prognose veralten, bevor sie ausgesprochen wurde.

 

In einer Umbruchzeit, wo kein Stein auf dem anderen zu bleiben scheint, müssen sich Politiker und Experten vom Detail lösen und das Ganze in Augenschein nehmen, um sich ein Urteil bilden zu können. Sars-CoV-2 hat uns drei Krisen auf einmal beschert: erzwungener Nachfrageausfall, um die Virusausbreitung zu stoppen; Zusammenbruch der weltweiten Arbeitsteilung wegen unterbrochener Lieferketten; Wiederaufleben der Eurokrise, weil überschuldeten Mitgliedstaaten der Staatskonkurs droht. Das Überleben der Eurozone wird Politik und Wirtschaft länger und intensiver beanspruchen als das Anspringen des nationalen Wirtschaftsmotors.

 

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Der Beitrag ist zuerst in der Jungen Freiheit vom 17. April 2020 erschienen.

Prof. Dr. Joachim Starbatty ist Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft und emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen. Bis 2019 war er Mitglied des Europäischen Parlaments.

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