Corona-Pandemie, Dr. Gérard Bökenkamp, Medien

Der März 2020 ist schon jetzt historisch, wobei die Folgewirkungen in ihrem ganzen Ausmaß der politischen Entscheidungen, politisch, psychologisch und ökonomisch, noch nicht ansatzweise voll erfasst werden können. So wie Historiker bis heute versuchen, die Ereignisse des Juli 1914 zu verstehen, werden sie wahrscheinlich noch in 100 Jahren jeden Stein umdrehen, um zu erklären, was in den letzten vier Wochen in Deutschland und dem Rest der Welt passiert ist. Dieser Beitrag kann deshalb nur eine erste Reflexion und ein Denkanstoß sein.

Erst einmal zeigt die Corona-Krise, wie willkürlich es ist, was als „Mainstream“ gilt und was als politisch unkorrekt. Noch Anfang März war der Mainstream der Meinung, dass es sich bei dem Coronavirus um ein beherrschbares Phänomen handelt, das mit den bestehenden Instrumenten leicht in den Griff zu bekommen ist. Das war die Überzeugung der Gesundheitsexperten im Parlament, und zwar parteiübergreifend, der Bundeskanzlerin, des Gesundheitsministers und der meisten Presseleute. Darum sah auch die Politik keinen Handlungsbedarf, um Flüge zu stoppen oder für zusätzliche Schutzkleidung zu sorgen. Wer von ernsten Gefahren der Pandemie sprach, galt als gefährlicher Panikmacher, Populist und „Verschwörungstheoretiker“.

Dann kippte im März die Stimmung, und zwar innerhalb weniger Tage. Am ersten Märzwochenende ging im politischen Berlin die Information eines „Insiders“ herum, bei den Behörden herrsche blanke Panik und man rechne mit dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

 

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