Buchvorstellung, Freiheit, Michael von Prollius

Michael von Prollius


Unser Mitglied Michael von Prollius hat seine Freiheitsliebe in einem sehr lesenswerten Essay beschrieben. Ohne Freiheitsliebe, die in möglichst vielen Menschen lebt, ist eine Ordnung der Freiheit undenkbar. Doch nicht nur das: Die Liebe zur eigenen Freiheit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, mit sich selbst im Reinen zu sein und sein Leben aktiv zu gestalten. Die Freiheitsliebe ist der Antrieb dazu, das Freiheitswerk zu verrichten, also für die eigene Freiheit und eine Ordnung der Freiheit einzutreten. Dabei ist ein Zusammenhang wichtig, auf den von Prollius verweist und der oft ignoriert wird: Freiheitsliebe ist ohne Selbstliebe undenkbar.

Der Text ist hier zum download verfügbar.

Wer die Freiheit liebt, ist mit sich selbst im Reinen

Als kleine Leseprobe soll hier der Abschluss des Textes dienen:

„Wer die Freiheit liebt, ist mit sich selbst im Reinen.

Welche Bedeutung hat diese Sentenz für den Liberalismus und fürdas Werben für die Freiheit? Drei Dinge möchte ich abschließend
hervorheben.

1. Liberale tun gut, stärker auf den einzelnen Menschen zu schauenund dabeisein alltägliches Leben zu berücksichtigen. Politische
Großprojekte weichen dann dem Freiheitswerk, der Entwicklung des Menschen, seiner individuellen Bildung, seinem Wohlbefinden, das
vor allem aus dem Menschen selbst erwächst, und der Erziehung. Für all diese Aspekte ist Freiheit die erste und die unerlässliche
Bedingung. Da Freude und Fähigkeiten im Menschen selbst liegen,können sie aller anderslautender Slogans zum Trotz nicht durch
Nudging und politische Betreuung zur Blüte gebracht werden. Menschen können selbst glücklich werden. Für eine begünstigende Rahmenordnung des Rechts und der Gerechtigkeit ist nur wenig kluges Personal erforderlich.

2. Die klassisch liberale Staatsauffassung braucht nicht geändert zu werden. Ein freiheitlicher Staat bedarf einer Verfassung der Freiheit.
Jede Einmischung jenseits allgemeiner guter Regeln birgt destruktives Potenzial. Keine Macht den Bürokraten! Volles Vertrauen in die kooperative Lösungskompetenz der Bürger! Die Kritik der herrschenden Bildung darf kräftig verstärkt werden. Unser Schulsystem bringt keine hinreichenden Voraussetzungen mit, um freiheits- und selbstliebende Menschen aufwachsen zu lassen.

3. Das Freiheitswerk im Alltag erlangt eine größere Bedeutung. Langfristig dürfte es mehr Früchte tragen, wenn sich Liberale um eine Ausweitung und Weiterentwicklung des alltäglichen Freiheitslebens kümmern. Das ist eine große Herausforderung. Fassen wir uns an die eigene Nase und fragen uns: Verrichten wir das Freiheitswerk gut genug? Welche Spielräume bleiben ungenutzt? Warum üben wir vor allem Kritik an herrschenden Zuständen statt uns um die Gestaltung eines besseren Lebens zu kümmeren.“

 

Mit diesem Beitrag beginne ich auch die bereits länger angekündigte Reihe, die auf Publikationen unserer Mitglieder verweist und diese zugänglich macht.

 

 

 

 

 

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