Corona-Pandemie, Kommentar, Marktwirtschaft, Prof. Dr. Martin Rhoneimer, Sozialismus

Der Etatismus hat Hochkonjunktur, obwohl die westlichen Staaten schlecht auf die Corona-Pandemie vorbereitet waren. Alte linke Forderungen stossen auf noch mehr Gehör als sonst. Was haben Liberale und Kapitalisten dem etatistischen Reflex entgegenzusetzen?

Im Zeichen der Eindämmungsmassnahmen gegen die Covid-19-Pandemie hat nun weltweit die Stunde des Staates geschlagen. Etatistische Ideologen aller Couleur wittern Morgenluft: Die Reichen sollen mit einer massiven Vermögensabgabe zur Kasse gebeten werden, auch für ein allgemeines Grundeinkommen scheint jetzt die Stunde gekommen zu sein. Andere fordern die Verstaatlichung wichtiger Wirtschaftszweige.
Im Namen der Solidarität wird eine Schuldengemeinschaft auf europäischer Ebene gefordert, und generell wird eine noch exorbitantere Überschuldung zur Patentlösung hochstilisiert. Die Geldpolitik, die für so viele Verzerrungen der Wirtschaft verantwortlich ist, geht aufs Ganze: Die Notenpresse soll auf Hochtouren laufen, direkte Staatsfinanzierung ist kein Tabu mehr – man scheint sämtliche Lehren der Geschichte zu vergessen.
Ein Auszug aus einem Kommentar von Prof. Dr. Martin Rhonheimer für die Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/coronavirus-mehr-kapitalismus-oder-mehr-sozialismus-ld.1552983

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